Das Dach ist nicht mehr neu – aber wann genau ist ein neues Dach nötig?

Diese Frage stellen sich Immobilieneigentümer, die ein älteres Haus geerbt oder gekauft haben.

Reparatur des Daches lohnt sich nicht

Das Dach zählt zu den langlebigsten Elementen eines Gebäudes und hält problemlos über viele Jahrzehnte. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem der Austausch des Deckmaterials wirtschaftlich Sinn macht. Wenn die Handwerkerkosten sich summieren,

Ziegel oder Dachsteine zunehmend marode werden

und immer umfangreichere Reparaturen erforderlich sind,

dann ist eine Neudeckung mit Sicherheit die bessere Alternative zur permanenten Ausbesserung.

Modernisierung des Hauses

Frisch gestrichene Fassade, neue Fenster, eine gute Dämmung – aber was passiert mit dem alten Dach? Hier sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Wird das Gebäude auf den modernsten Stand gebracht, sollte auch die Deckung funktional und optisch den Anforderungen entsprechen. Auch wenn das Dach seine Aufgabe noch erfüllt, rechnet sich diese Maßnahme allein schon wegen der Wertsteigerung: Ein neues Dach ist keine Frage der Gebäude-Kosmetik, sondern des Gesamtzustands.

Beim Einbau einer effizienten Dämmung unterm Dach ist in vielen Fällen ohnehin eine Abtragung des deckenden Materials erforderlich. Wenn also die Kosten für die Freilegung des Dachstuhls bereits anfallen, ist ein Austausch der Deckung naheliegend und rentabel.

Das Dach weist Schäden auf

Sobald durch eine undichte alte Deckung Nässe ins Gebäude eindringt, ist rasches Handeln und eine zügige Erneuerung unbedingt geboten – Auftretende Feuchteschäden am Mauerwerk oder Dachstuhl können teure Konsequenzen nach sich ziehen.

Bei punktuellen Schäden durch zum Beispiel Unwetter muss natürlich nicht gleich das ganze Dach neu gedeckt werden; hier genügt ein Austausch der defekten Elemente.

Wie berechnen sich die Kosten einer Dachsanierung

Die Kosten für die Dachsanierung werden pro qm berechnet. Was ein neues Dach tatsächlich kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Handwerkerleistung, sowie Größe, Zustand und Komplexität des Daches sind Faktoren, welche die Kosten erheblich beeinflussen können. Möchten Sie beispielsweise eine Gaube einbauen lassen, schlagen nicht unerhebliche Mehrkosten zu Buche.

Konkrete Zahlen erhalten Sie durch einen Kostenvoranschlag. Fachbetriebe beraten hier gerne.

Ein Profi kann anhand einer Ortsbegehung genau einschätzen, welche Materialen für Ihr Haus am besten geeignet sind, da er nicht nur vorhandene Dachkomponenten, sondern auch die Statik beachtet.

Für die Dacheindeckung stehen eine Vielzahl an Materialien zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in ihrer Lebensdauer, ihren Eigenschaften und ihrem Gewicht. Die Dachkonstruktion des Einfamilienhauses muss in der Lage sein, diese Last zu tragen. Ist dies nicht der Fall, kommen weitere Kosten für notwendige Arbeiten im Dachstuhl hinzu.

Die Kosten, um das Dach neu zu decken, können sich je nach gewähltem Material auf 20 bis 80 Euro pro Quadratmeter belaufen.

Material                              Durchschnittliche Kosten/qm

Betonstein                          20 Euro

Tondachziegel                    30 Euro

Aluminium                          40 Euro

Faserzementplatten          70 Euro

Schiefer                              80 Euro

Bevor das Dach neu gedeckt werden kann, muss es abgedeckt und das alte Material entsorgt werden. Wurden Asbestplatten verbaut,  ist es gesetzlich verboten, diese zu überdecken oder zu überbauen. Für eine fachgerechte Entfernung und Entsorgung der belasteten Baustoffe muss eine zugelassene Firma beauftragt werden, die sich ebenso um die anschließende Dacheindeckung kümmert. Die Kosten dafür variieren je nach Region und Aufwand. Sie liegen zwischen 10 und 20 Euro pro Quadratmeter.

Holen Sie am besten für alle Arbeiten mehrere Angebote ein und vergleichen Sie die jeweiligen Leistungen.

Quelle: Ownersclub (sw)

Bildquelle: fotolia – © Alex

 

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