In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Arbeits- und Lebenswelt deutlich verändert. Dazu beigetragen haben Digitalisierung, Wissensgesellschaft und Mobilität sowie andere Vorstellungen von der Work-Life-Balance.

Die Auswirkungen dieses Wandels sind auch auf dem Wohnungsmarkt spürbar.

Noch bis vor kurzem war von den Veränderungen vor allem der Markt für Studentisches Wohnen betroffen. Inzwischen werden Studentenwohnanlagen aber immer häufiger als ein Teilsegment eines übergeordneten Nischenmarktes angesehen.

Anbieter von Studentischem Wohnen richten ihr Interesse vermehrt auch auf andere Zielgruppen – Berufseinsteiger oder Young Professionals, Projektmitarbeiter und Mitarbeiter international operierender Unternehmen sowie Fernpendler.

Alle diese Wohnungsnachfrager finden derzeit oftmals kein passendes Angebot am freien Wohnungsmarkt. In diesen Fällen sind Mikroapartments für temporäres Wohnen eine mögliche Lösung.

Der Markt für temporäres Wohnen erlebt laut einer Analyse von Savills, einem global agierenden Immobiliendienstleister, derzeit in Deutschland eine rasante Entwicklung. Im Jahr 2017 lag das Transaktionsvolumen bei über 1,9 Mrd. Euro, das waren über zwölf Prozent des gesamten Wohntransaktionsvolumens. Die hohe Nachfrage führt dazu, das immer mehr Anbieter in diesen Markt drängen.

Der wachsende Wettbewerb am Markt für Studentenapartments des gehobenen Preissegments könnte dazu beitragen, dass Anbieter ihre Zielgruppe erweitern.

Die größte Gemeinsamkeit der verschiedenen Zielgruppen dieses Marktsegmentes besteht darin, dass sie den Wohnraum nur für einen überschaubaren Zeitraum benötigen.

Die Hauptmerkmale sind ein geringer Platzbedarf und die Möblierung der Räume. Gemeinschaftseinrichtungen, Freizeit- und Arbeitsräume oder Gemeinschaftsküchen sind ebenfalls erwünscht, nicht nur aus Platzgründen, sondern auch unter dem Aspekt der Community.

Aufgrund der hohen Nachfrage ist in den nächsten Jahren mit einer Ausweitung des Angebotes zu rechnen.

Quelle: Ownersclub (sw)

Bildquelle: pixabay

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